Allergologie + Umweltmedizin

Allergische Erkrankungen stehen in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Es scheint, dass es aufgrund der erhöhten Schadstoffbelastung unserer Umwelt und der veränderten Lebens- und Ernährungsgewohnheiten eine besorgniserregende Zunahme von Allergien und umweltbedingten Erkrankungen gibt.


In der Allergologie und Umweltmedizin werden die Überempfindlichkeiten gegenüber Stoffen des natürlichen und beruflichen Lebensraumes und die Auswirkungen der kontaminierten Umwelt auf den Organismus behandelt. Die normabweichenden Reaktionen des menschlichen Organismus auf von außen wirkende Stoffe (Allergene) entwickeln sich meist erst nach wiederholter Einwirkung.

Dabei gibt es unterschiedliche Aufnahmewege tierischer, pflanzlicher und chemischer Allergene: über Inhalation, über Nahrungs- und Arzneimittel, über Insektenstiche (bei Insektengift), durch bloße Berührung mit bestimmten Stoffen oder mikrobielle oder parasitäre Übertragung bei viralen oder bakteriellen Infektionen. Außerdem gibt es Pseudoallergien, bei denen eine Reaktion auch ohne ein Allergen ebenso heftig ausgelöst werden kann.

Bei der Behandlung von Allergien und umweltbedingten Erkrankungen haben besonders vorbeugende Maßnahmen eine große Bedeutung, wobei natürlich zunächst die Vermeidung des Allergens bzw. des auslösenden Stoffes im Vordergrund steht.

Ein weiterer Schwerpunkt ist eine spezifische und auf den einzelnen Patienten abgestimmte medikamentöse und ganzheitliche Therapie. Darüber hinaus kann durch eine sogenannte Immuntherapie, bei der der Patient mit dem krankmachenden Allergen konfrontiert wird, gerade im Kindesalter in vielen Fällen eine deutliche Symptomreduktion bis hin zu einem Zustand der Symptomfreiheit erreicht werden.